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Stellen wir uns mal ganz dumm!

Mit dem bekannten Zitat aus dem Film „Die Feuerzangenbowle“ möchte ich diese Seite beginnen und den Versuch unternehmen, den Aphorismus als Begriff definieren.

Laut Duden ist der Aphorismus ein prägnant-geistreicher, in sich geschlossener Sinnspruch in Prosa, der eine Erkenntnis, Erfahrung, Lebensweisheit vermittelt“.

Nun wissen wir Bescheid und können alles einordnen?

Na ja – so einfach ist das nicht.

 

Der Definitionen gibt es viele!

 

Hier einige Interpretationen:

 

Aphorismus nach Friedemann Spicker:

kontextuell isolierte, konzise, bis auf Satz und Einzelwort verknappte literarische Prosaform, im Grundsatz nichtfiktional, oft rhetorisch oder metaphorisch markant, als unsystematisches Erlebnisdenken und Erkenntnis-Spiel im Grenzgebiet von Wissenschaft, Philosophie und Literatur im besonderen Maße auf die kritische Weiterarbeit des Lesers angewiesen.

 

Aphorismus nach Gero von Wilpert, Sachwörterbuch der Literatur, 6. Aufl. Stuttgart 1979
Kurzer, schlagkräftig und äußerst prägnant formulierter einzelner Prosasatz zur Einkleidung einer eigenartigen persönlichen Gedankens, Werturteils, eine Augenblickerkenntnis oder Lebensweisheit, durch geistreichen Inhalt und individuellen Stil unterschieden vom Niveau des Sprichworts, >das Sprichwort der Gebildeten<, stilistisch oft in rhetorischer Form gefasst wie Antithese, Paradoxon, Emphase, Hyperbel.

 

 Ja was nun?

 

 

Da ist doch einiges an Spielraum - oder?

 

 

Hier einige meiner eigenen Definitionen!

 

„Die Weisheit liegt nicht im Aphorismus,

 sie liegt in der Entscheidung,
ihn zu lesen.“

 

 

 

„Aphosophisches:
Viel Denken in wenigen Worten.“

 

 

 

„Aphorismus:

 Gedanken - erst gewachsen,
dann kurz und klein gehackt.“

 

 

 

Da der Aphorismus erst zu Beginn des 20. Jahrhundert als eigenständige Gattung der Prosa akzeptiert wurde, wird man sich noch lange über die genaue Textform streiten , wie man oben sieht, sowohl die Gelehrten als auch die Autoren beschäftigen sich intensiv damit.

Ich bin kein Literaturwissenschaftler, zähle mich trotzdem zu den Aphoristikern. Für mich ist der Aphorismus die zunächst kürzeste aller Literaturformen.

Das heißt aber nicht, dass sie die Einfachste ist!!

 

 

 

 

 

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